Seit vielen Jahren gab es ein Netzwerktreffen der Kollegen(-innen) und Freund(-innen) aus verschiedenen Organisationen, die in der internationalen Arbeit mit und für Menschen mit Behinderung tätig waren.

In den letzten Jahren fanden diese Begegnungen als Netzwerktreffen zur Behindertenarbeit “International und Inklusiv” statt. Das letzte Treffen fand im Frühjahr 2017 in Witten an der Ruhr statt.

Durch Gespräche mit der Lebenshilfe Gießen gibt es nun die Gelegenheit, dieses Netzwerk “International und Inklusiv” neu zu beleben. Die Lebenshilfe Gießen hat für diese Treffen und Austausche ihre Unterstützung zugesagt.

Ein erster Termin ist entgegen der über den Link aufrufbare Einladung bereits (einen Tag früher!) am 14.11.2018 und in der Werkstatt Reha-Mitte der Lebenshilfe Gießen e.V., Erdkauter Weg 13, 35394 Gießen! Hier die Einladung!

 

Kurzbericht über dieses Vernetzungstreffen!! (20.12.2018)

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Vernetzungstreffens zur Internationalen Behindertenarbeit und Inklusion!

Zunächst möchte ich meinen Dank aussprechen für die rege Teilnahme und Diskussionen, sowie die Vorstellung der jeweils eigenen Aktivitäten der Teilnehmer(-innen), natürlich ebenso für die eingebrachten Beiträge durch G. Seitz von Terra Tech Förderprojekte Marburg und U. Blumenreich von Aktion Mensch aus Bonn. Diese beiden Beiträge werden uns demnächst auch in digitaler Form zur Verfügung gestellt, so dass sie danach weiter geleitet werden können.

Der Danke gilt auch der Lebenshilfe Gießen, die uns die Räumlichkeiten, Getränke und Verpflegung zur Verfügung gestellt hat.

Die vorgesehene Tagesordnung wurde entsprechend, sowohl inhaltlich als auch zeitlich, weitestgehend eingehalten.

Die interessanten Beiträge der Teilnehmer(-innen) zu den eigenen internationalen Aktivitäten können hier nicht im Einzelnen wieder gegeben werden. Ich bin gerne bereit, Beiträge der beteiligten Teilnehmer(-innen) zum eigenen Engagement in anderen Ländern sowie zu interessierenden Themen an die Teilnehmer(-innen) weiter zu leiten, sofern diese mir in (sehr) kurzer Form an meine E-Mail-Adresse geschickt werden.

Der Beitrag von G. Seitz stellte vier Projekte vor, die in Mexico (Unterstützung von Menschen, die vom Müllsammeln und Sortieren leben, durch angepasste Wohnmöglichkeiten, Gartenbau etc.), Kenia (Brunnenfassung und Versorgung mit Trinkwasser), Nepal (Krankenhaus für (benachteiligte) Frauen, die nach Geburten körperliche Schädigungen bekamen), und Haiti (humanitäre Hilfe nach Erdbeben und Wiederaufbau einer Behinderteneinrichtung) von Terra Tech durchgeführt werden, oder teilweise bereits beendet sind. In der Diskussion darüber ging es im Weiteren dann darum, wie in solche Entwicklungshilfemaßnahmen Menschen mit Behinderungen (oder besonderen Bedürfnissen) einbezogen (inkludiert) werden können.

Der Beitrag von U. Blumenreich ging zunächst auf die neuen Fördergrundsätze und Schwerpunkte von Aktion Mensch im Allgemeinen ein, dann speziell aber auch auf das Impulsförderprogramm Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dieses Programm wird zunächst in alter Form weiter existieren, demnächst jedoch auch Änderungen erfahren. Die Teilnehmer(-innen) sind aufgefordert, dieses Programm auch weiterhin zu nutzen, in den letzten Jahren war das Interesse daran eher rückläufig.

Schwerpunkte der nachfolgenden Diskussionen waren zusammengefasst:

  • Finanzierungsmöglichkeiten von Vorhaben
  • Vernetzung untereinander
  • Aktivitätsansätze von internationalen Projekten
  • Persönliches Engagement deutscher Partner im Ausland
  • Planungsschritte wie? Zwischen deutschen und ausländischen Partnern
  • Vernetzung und Kenntnisnahme von Aktivitäten jeweils vor Ort/ international; Informationen vor Ort
  • Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und Humanitäre Hilfe (zum Beispiel Erdbeben in Haiti) und Inklusion

Die Anwesenden teilten sich am Nachmittag für etwa eine Stunde in zwei Gruppen auf, mit den Schwerpunkten

  • Osteuropa:
  • Länder des Südens

Die Gruppe Osteuropa sprach unter anderem über die einzelnen Aktivitäten und Schwerpunkte der Teilnehmer(-innen) und die Notwendigkeit von Vernetzung vor Ort und hier bei uns.

Für die zweite Gruppe (Süden) ist für Januar 2019 ein weiteres Treffen zwischen M. Ouertani (Atrium e.V.), A. Schönemann (Terra Tech) und H. Kolmar geplant, um über die Möglichkeiten der Unterstützung von sehbehinderten und blinden Menschen im Sinne von Arbeitsförderung/ Berufsbildung in Tunesien zu diskutieren. Atrium hat hier bereits Vorarbeiten in Tunesien geleistet.

Für weitere Informationen und Ergänzungen zu den beiden Gruppendiskussionen bin ich dankbar.

Alle Teilnehmer(-innen) wünschten sich zum Ende hin, dass die Kommunikation untereinander aufrechterhalten wird. Das Treffen wurde als fruchtbar und motivierend empfunden. Weitere  Informationen aus anderen Kreisen sind ebenfalls erwünscht, so etwas das Thema Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie der Komplex Nachhaltigkeit von Aktivitäten in Partnerländern.

Ein kommendes Treffen wird für den Zeitraum April oder Mai 2019 anvisiert. Gewünscht werden etwa zwei Austausch- und Kooperationstreffen pro Jahr in der Folgezeit.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr/euer

Harald Kolmar